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Klimameilen-Kita-Lübke-Straße

Kita Heinrich-Lübke-Straße sammelt Klimameilen

Die ein Meter fünfzig hohe Glassäule, gefüllt mit bunten Plastik-Deckeln fällt jedem auf, der die Kita Heinrich Lübke-Straße betritt. „Kinder, die zu Fuß, mit dem Fahrrad, dem Roller oder dem Bus in die Kita kommen, dürfen einen Deckel in die Säule werfen“, erklärt Nicole Hinz, Leiterin der städtischen Tageseinrichtung bei der Vorstellung der Klimameilen-Aktion am Montagmorgen. „Und weil die Kinder so klimafreundlich unterwegs sind, wurde bereits begonnen, eine zweite zu befüllen.“

Seit zwei Wochen sammeln ihre Kitakinder fleißig Klimameilen. Nisanor kommt jeden Morgen zu Fuß in die Einrichtung. Die 6-jährige weiß, dass das besser für die Umwelt und ihre Gesundheit ist. „Bewegung ist sehr wichtig“, erklärt sie. „Außerdem machen die Autos zu viel Rauch. Der ist schädlich für die Umwelt.“ Neben ihr steht Kilian. Er stimmt heftig nickend zu. „Auch Hubschrauber und Motorräder machen viel klimaschädlichen Rauch“, weiß der Fünfjährige. Da sei es besser mit dem Bus zu fahren wie er. „Da passen mehr Leute rein, dann ist das nicht so schlimm.“

Die Kita Heinrich-Lübke-Straße ist eine von 20 Einrichtungen, die mit der Klimameilen-Aktion Kinder und Jugendliche zu einer zukunftsfähigen Mobilität motivieren will. Die internationale Kampagne wurde vom Klimabündnis 2002 ins Leben gerufen und wird seit elf Jahren vom NaturGut Ophoven im Rahmen des städtischen energieLux-Projekts in Leverkusen koordiniert. „Neben dem Umweltschutzgedanken wollen wir den Kindern mit der Aktion auch ein Gefühl des gemeinsamen Handelns und der Selbstwirksamkeit vermitteln“, erklärt Britta Demmer, Leiterin des energieLux-Projektes.

„Allerdings schaffen es nicht alle Eltern ihr Kind ohne Auto in die Einrichtung zu bringen“, erklärt Nicole Hinze. „Wo es partout am Morgen nicht möglich ist, lassen wir Alternativen am Nachmittag zu - wie bei der zweijährigen Emma.“ Sie werde morgens mit dem Auto gebracht und am Nachmittag mit dem Fahrradanhänger abgeholt. „Auch sie darf dann einen bunten Deckel in die Wassersäule werfen“, so die Leitung. Das Projekt strahle sehr stark in die Familien aus und auch der Kollegenkreis beteilige sich daran. Die meisten ihrer Mitarbeitenden kommen mit dem Fahrrad oder dem Bus zur Arbeit.

Zusammen mit den grünen Meilen aus anderen Städten und Ländern werden die klimafreundlichen Wege aus Leverkusen auf der diesjährigen UN-Klimakonferenz in Dubai an die Umweltpolitiker überreicht. „Es ist ein Zeichen dafür, dass sich auch die Kleinsten aktiv für das Klima und ihre Zukunft einsetzen wollen“, erklärt Tamara Dey, Kita-Koordinatorin des städtischen energieLux-Projektes.

Nicole Hinz ist es wichtig, dass Klimaschutzaktionen und -projekte nicht singulär, sondern in den Alltag der Kinder eingebaut werden. Seit zwei Wochen besprechen die Kleinen im Morgenkreis ihren Kindergartenweg und eine klimafreundliche Fortbewegung. Eine vegane Woche, die im Januar im Kindergarten durchgeführt wurde, hat dazu geführt, dass nachhaltig vegane Produkte das Buffet bereichern, Mülltrennung und -vermeidung seien selbstverständlich und Aufkleber über Lichtschalter und neben dem Wasserhahn erinnern daran, dass Ressourcen gespart werden sollen. „Wir wollen die Kinder fit für die Zukunft machen“, erklärt sie.

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Wasserforscher - neue Impulseinheit für Vorschulkinder

Sauberes Wasser ist eine wertvolle Ressource auf unserer Erde. Denn Wasser ist lebensnotwendig für Mensch, Tier und Pflanze. Laut Umweltbundesamt verbraucht ein Mensch in Deutschland durchschnittlich 127 Liter Leitungswasser am Tag. Doch wie kommt das Wasser in unseren Wasserhahn und was passiert mit dem schmutzigen Wasser? In unserer neuen Impulseinheit „Wasserforscher“ für Vorschüler folgen wir dem Weg unseres Leitungswassers. Es wird gesucht und gemessen. Außerdem säubern wir Matschwasser mit einem selbstgebauten Wasserfilter. In dem 45-minütigen Kurs sollen die Vorschulkinder lernen, warum wir Wasser nicht verschmutzen und verschwenden sollten. Die neue Impulseinheit kann nach den Sommerferien gebucht werden. Bei Interesse bitte bei tamara.dey@naturgut-ophoven.de melden.

Woche-ohne-Kopien

Eine Woche ohne Druck!

Die GGS Morsbroicherstraße setzt auf Papiersparen. Rund 227 kg Papier verbraucht jeder Deutsche pro Jahr. Das ist zu viel, fanden die Schülerinnen und Schüler der GGS Morsbroicherstraße. Eine Woche lang haben sie deshalb ihren Kopierer „in den Urlaub geschickt“. „Es wurde auch nicht vorkopiert, denn die Schülerinnen und Schüler hatten die Anweisung kopierte Arbeitsblätter zurückzuweisen“, erklärte Kerstin Glück, Schulsozialarbeiterin an der Grundschule, bei der Vorstellung der Aktion „Woche ohne Kopien“ am Freitagmorgen.

„Wir haben mit den Arbeitsheften gearbeitet und von der Tafel abgeschrieben“, erklärt der siebenjährige Simon. Das sei kein Problem gewesen. „5000 Blatt Papier haben wir dadurch gespart“, weiß die zehnjährige Greta. Denn so viel verbraucht die Schule in einer Woche. „Das haben wir herausgefunden, indem wir die Zählerstände am Kopierer und am Drucker kontrolliert haben, bevor es losging“, berichtet Greta. Sie ist Energiesprecherin in der vierten Klasse und hat mit zehn weiteren kleinen Umweltschützer:innen die Aktion im Rahmen des städtischen Klimaschutzprojektes energieLux geplant.

Durch selbstgestaltete Plakate und Lautsprecherdurchsagen haben sie auf die Klima-Aktion in der Schule aufmerksam gemacht. Die Energiesprecher:innen aller Klassen informierten außerdem in der Klassenstunde wie wichtig es ist, Papier zu sparen. „Schließlich werden Bäume für Papier gefällt, die wir eigentlich brauchen um CO2 aus der Luft zu filtern“, weiß Caren aus der vierten Klasse. Klimaschutz und der Schutz der Wälder sei ihr ein großes Anliegen, so die Neunjährige. „Ohne sie können wir nicht leben“. Den Lehrer:innen haben sie eine Liste mit Alternativen zum Arbeitsblatt zukommen lassen.

Deutschland importiere ca. 80 Prozent seines Zellstoffes für die Papierindustrie aus Finnland, Schweden aber auch aus Brasilien und anderen Ländern, erklärt Britta Demmer vom NaturGut Ophoven, die das städtische Klimaschutzprojekt „energieLux“ leitet. Die Regenwaldstiftung Oro Verde schätze, dass nach wie vor rund 20 Prozent der Holzfasern aus Urwäldern stammen. Deshalb sei es wichtig recyceltes Papier zu nutzen und möglichst wenig zu verbrauchen. Durch das städtische Klimaschutzprojekt wird die Schulgemeinschaft motiviert Ressourcen zu schonen.

Den Lehrer:innen falle es nicht leicht sich umzustellen, erklärt die Schulsozialarbeiterin. „Gerade durch die Inklusion müssen wir sehr individuell mit den Kindern arbeiten und da helfen Arbeitsblätter sehr“. Dennoch müsse ein Umdenken stattfinden, stimmt Glück zu. „Auch wenn es unbequem ist, müssen Gewohnheiten durchbrochen werden.“ Die kleinen Umweltschützer der GGS Morsbroicherstraße wissen auch bereits, wie das gehen könnte. Der zehnjährige Aaron schlägt vor einmal in der Woche einen kopierfreien Tag einzuführen oder die Wochenpläne nur einmal zu kopieren und nicht für jedes Kind. Kerstin Glück will auf jeden Fall eine Ablage für Schmierpapier im Lehrerzimmer einrichten und mit den Kolleg:innen besprechen, ob die kopierfreie Woche oder ein kopierfreier Tag regelmäßig wiederholt werden kann.

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energieLux-Kitas stellen Handpuppen aus wertfreiem Material vor

Ein grünes Krokodil aus Pappe und Kork, ein Igel aus TetraPack und Holzspießen oder eine Marionette aus lila angemalten Pappdosen - Kindergartenkinder haben rund zwanzig Handpuppen aus „wertfreiem“ Material erstellt. Anlass war der Wettbewerb „Abfallhelden“ der im Rahmen des energieLux-Projektes ausgelobt wurde. Sechs Einrichtungen (Kita Engelbertstraße, Scharnhorststraße, Reuschenbergerstraße, Pregelstraße, Wuppertalstraße, Nikolaus-Groß-Straße) haben daran teilgenommen und präsentierten am Mittwoch ihre Werke im Berufskolleg Opladen.

„Wertfreies Material gibt es bei uns eigentlich nicht“, erklärt Tamara Dey vom NaturGut Ophoven. „Denn sobald wir daraus etwas erschaffen, wie diese Handpuppen, haben sie für uns einen Wert“. „Abfall“ werde bereits in vielen Kitas als Bastelmaterial genutzt, das sei eine tolle Entwicklung um Ressourcen zu schützen, so Dey. Mülltrennen und Müllvermeiden ist ein wichtiger Aspekt des energielux-Projektes. „Anhand von Schulungen, pädagogischen Programmen und Aktionen wie dem Wettbewerb „Abfallhelden“ lernen die Kinder schon in jungen Jahren wie wichtig Müllvermeidung und Trennung ist, so Dey.

„Unsere Kinder haben aus wertfreiem Material beispielsweise die SuperRecyclingHelden erstellt. Diese haben Superkräfte, womit sie unserer Umwelt Gutes tun“, erklärt Erzieherin Wienen von der Kita Pregelstraße aus Rheindorf. Captain Mülli könne Müll unsichtbar machen, Bruno Braun den Müll einsaugen und recyclen und Plastikman angle aus dem Rhein Plastik und verwarne Müllsünder, so die Pädagogin. Der kleine Malte aus der Kita Nikolaus-Groß-Straße hat aus einer Milchtüte, vier kleinen Pappschachtel und zwei Korken einen Geheimagenten gebastelt. Aus einem bemalten Plastikbecher ragt weiße Watte. „Das sind die Haare“, erklärt er. Den Kopf des Agenten schmücken außerdem zwei Augenpaare. „Er hat zwei Gesichter – hinten und vorne eins“, erklärt er. Das stehe für das Doppelleben seines Agenten, so der kleine Müllexperte.

Die Abfallhelden nehmen die Einrichtungen wieder mit. In der Kita Nikolaus-Groß-Straße werden sie noch für ein Theaterstück genutzt und auf dem Sommerfest ausgesellt, erklärt Erzieherin Krol. In den anderen Einrichtungen sollen sie ein Beispiel sein, wie man mit ein bisschen Fantasie Ressourcen schonen kann. Als Dankeschön für die Teilnahme am Wettbewerb hat das städtische energieLux-Projekt die Kitas zu einem Puppenspiel von Adrien Megner in die Aula des Berufskollegs Opladen eingeladen, bei dem es um Nachhaltigkeit und Umweltschutz ging.

Hintergrund: energieLux - Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten
Seit 2012 wird das städtische Klimaschutzprojekt „energieLux – Energiesparen in Leverkusener Schulen und Kindergärten“ umgesetzt. Jedes Jahr werden in fast allen Schulen Energiesprecher:innen gewählt und ausgebildet, es werden im Rahmen des Projektes Lehrer:innen und Pädagoginnen fortgebildet, es finden zahlreichen Klimaaktionen in den Einrichtungen statt und die Schulklassen und Kitas können kostenfrei pädagogische Programme zu Energiethemen und nachhaltigem Leben auf dem NaturGut Ophoven buchen. 33 Schulen und 24 Kindergärten nehmen an dem städtischen Projekt teil. Weitere Informationen unter www.energieLux.de

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Schüler:innen der GGS und KGS Dönhoffstraße machen Stadtverwaltung fit in Sachen Klimaschutz

„Mehrmals am Tag soll man lüften!“, rät die neunjährige Energieexpertin Jeen den städtischen Mitarbeiter:innen in der Hauptstraße 105 in Wiesdorf. Die Erfahrung habe sie auch in ihrem Klassenraum gemacht. Dort müsse man alle halbe Stunde stoßlüften. „Das ist wichtig, damit man sich besser konzentrieren kann“.

Jeen ist Energieexpertin der Grundschule an der Dönhofstraße. Am Donnerstagvormittag gab sie und ihre sieben Mitschüler:innen ihr Wissen an die Angestellten der Stadtverwaltung weiter. Bei ihrem Vortrag im Verwaltungsgebäude informierten die kleinen Klimaschützer:innen über das richtige Lüften und Heizen, wie man Energiesparen kann und am besten Müll vermeidet.

Der siebenjährige Niklas rät die Kaffeemaschine nicht den ganzen Tag laufen zu lassen, sondern den frisch gebrühten Kaffee in eine Thermoskanne umzufüllen. Dann könne man die Kaffeemaschine ausstecken oder eine Steckerleiste nutzen, bei der man den Strom abstellen kann. Zehn weitere wichtige Klimaschutztipps für das Büro haben die acht Kinder der beiden Grundschulen im Gepäck. „Bei dieser Schulung sind die Rollen vertauscht“, erklärt Tamara Dey vom NaturGut Ophoven. „Die Kleinen geben den Großen Tipps. Das macht den Kindern viel Spaß und sie erkennen ihre Selbstwirksamkeit und Stärke zu motivieren“.

Nach ihrem kurzen Vortrag verteilen die Energieexperten Poster mit den Energiespartipps für die Büroflure und kleine Aufkleber für die Fenster, auf denen an das richtige Heizen und Lüften erinnert wird. Kleine selbstgebastelte Tischmülleimer sollen die Mitarbeiter:innen motivieren ihren Müll richtig zu trennen. „Mit einfachen Maßnahmen und ein bisschen Achtsamkeit können viel Energie und Ressourcen gespart und damit die Umwelt entlastet werden“, sagt Britta Demmer vom NaturGut Ophoven.

Noch weitere energieLux-Besuche in der Verwaltung stehen an: In einem halben Jahr werden die kleinen Klimaschützer:innen in den Büros kontrollieren, ob ihre Vorschläge zu Müllvermeiden und Stromsparen von den städtischen Mitarbeitern auch umgesetzt wurden. Der Flur mit den besten Ergebnissen wird mit einer Urkunde prämiert.

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Lise-Meitner-Gymnasium dreht die Heizung runter

Große Pause am Lise-Meitner Gymnasium. Hennig (12 Jahre) und Moritz (13 Jahre) stehen Schlange vor dem Glücksrad im Foyer der Schule. Sie wollen Fragen zum Klimaschutz beantworten und dafür einen Keks gewinnen. Doch der Andrang ist groß, ähnlich wie bei der Ausgabe von heißem Apfelsaft und dem Hüpfwettbewerb auf dem Schulhof. Also müssen sie warten.

Das E-Lux Team des Lise-Meitner-Gymnasiums hat einen Dicken-Pulli-Tag organisiert mit Spielen und warmen Getränken. „Den Schülerinnen und Schülern soll es nicht kalt werden. Denn die Heizung ist heute um einige Grad abgesenkt worden“, erklärt Lehrerin Hanna Ishorst. Sie hat die Aktion mit ihrem Team geplant. In den Klassen, aber vor allem im Foyer spürt man die Temperaturabsenkung schon sehr deutlich.

Doch Schüler:innen und Lehrer:innen sind gut vorbereitet. Alle tragen einen dicken Pullover oder warme Jacken. Auch die Siebtklässler Henning und Moritz. Sie finden den Aktionstag gut. „Auch zuhause achten wir darauf, dass nicht so viel Heizenergie verschwendet wird“, erklärt Hennig. „Nur wenn es abends dann zu kalt wird, machen wir den Kamin an“. Energiesparen ist Hennig und Moritz wichtig, denn es gehe um ihre Zukunft, so die beiden.

„Bis zu sechs Prozent Heizenergie können gespart werden, wenn die Raumtemperatur um nur ein Grad gesenkt wird“, erklärt Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Sie leitet das städtische Klimaschutzprojekt energieLux, an dem fast alle Leverkusener Schulen teilnehmen. „Ein paar Grad weniger zahlen sich nicht nur für den Geldbeutel aus, sondern auch für unsere Energiesicherheit und den Klimaschutz“, so die Koordinatorin. Der bundesweite „Dicke Pulli-Tag“ sei eine gute Gelegenheit immer wieder darauf aufmerksam zu machen.

Am „Lise“ sei der Dicke-Pulli-Aktionstag schon Tradition, erklärt Lehrerin Ishorst. „Er wird von allen sehr gerne angenommen und die Energiesprecherinnen und –sprecher der Klassen nutzen die Gelegenheit, das Thema Energie- und Ressourcensparen noch einmal mit ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zu besprechen“. Bereits seit einigen Jahren führen die Schulen in Leverkusen den Aktionstag durch. Auch Grundschulen wie die KGS Burgweg, die KGS St. Stephanus oder der Hans-Christian Andersen Schule sind dabei.

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Kreativwettbewerb: „Wer bastelt den tollsten wupsi-Bus? “

Busse aus Tetrapack, Karton, Kastanien oder PET-Flaschen parkten am Dienstagmorgen im Pädagogencontainer auf dem NaturGut Ophoven. Mit viel Fantasie, Farbe und Heißklebepistole haben die kleinen Ingenieur:innen der städtischen Kita Am Quettinger Feld, der Kita Wuppertalstraße, der Kita St. Maurinus und dreier weiterer Einrichtungen ihre Fahrzeuge gebastelt. Marc Kretkowski, Geschäftsführer der wupsi und Ute Rommeswinkel vom NaturGut Ophoven ehrten die Kinder mit einer Urkunde und tollen Preisen.

Der Förderverein NaturGut Ophoven und die wupsi hatten vor einigen Monaten zu dem Kreativwettbewerb „Wer bastelt den tollsten wupsi-Bus?“ aufgerufen. „Es sollte dafür überwiegend wertstofffreies Material genutzt werden. Alles, was normalerweise im Abfall landet wie Obstnetze, Plastikdeckel von Flaschen, Joghurtbecher oder Milchkartons sollte „verbastelt“ werden“, erklärt Ute Rommeswinkel vom NaturGut Ophoven.

In der städtischen Tageseinrichtung am Quettinger Feld haben die Kinder gleich mehrere kleine Busse erstellt. Für ihre sehr detailreiche Arbeit erhielten sie den ersten Preis, eine Besichtigung des wupsi-Betriebshofes. Sandra Trögel hat in der Kita das Projekt begleitet: „Wir haben drei Wochen an unseren Bussen gearbeitet. Immer wieder sind den Kindern neue Ideen für den E-Bus eingefallen. Am Ende gab es sogar fast auf jedem Platz Passagiere. Es hat allen sehr viel Spaß gemacht.“
Die Kinder der Kita Wuppertalstraße haben gemeinsam einen großen Bus konstruiert, geschmückt mit Blättern und Kastanien. Sie landeten damit auf dem zweiten Platz und gewannen eine tolle Spielebox. Den Platz drei besetzte das Kath. Familienzentrum Kita St. Maurinus. Sie erhielten für ihren Beitrag einen Büchergutschein über 50 Euro. Die weiteren drei Einrichtungen Caritas-Kita Am Steinberg, Städtische Kita Kreuzbroicher Sr. 12 und die AWO -Kita Tempelhoferstr. 2a erhielten jeweils einen Büchergutschein über 30 Euro.

Marc Kretkowski ist begeistert von den kreativen Ideen der Kinder. „Uns ist es wichtig, dass sich Kinder so früh wie möglich mit klimafreundlicher Mobilität beschäftigen“, erklärt er. Denn der Anteil des Verkehrs an den Treibhausgasemissionen in Deutschland betrage 20 Prozent und seine Reduzierung sei ein wichtiger Faktor um die Klimakrise in den Griff zu bekommen. „Ein attraktiveres Angebot für Bus und Bahn, Carsharing und die Rückbesinnung auf das Fahrrad sind hier wichtige Ansatzpunkte für eine klimafreundliche Mobilität und einen Beitrag für den Klimaschutz“, ergänzt er.
Der Slogan „Klimafreundlich unterwegs mit Bus und Bahn“ gelte nach wie vor, so Rommeswinkel. „Eine aktuelle Studie des Öko-Instituts belegt, dass eine Person, die statt des Autos den Bus, die Straßen- oder die U-Bahn nutzt, nur rund halb so viele Treibhausgase verursacht.“

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Goldene Thermometer für die fleißigsten Klimaschützer

Einmal im Monat bleibt in der Kita Kreuzbroicher Straße das Licht aus. „Dann geht auch die Spülmaschine nicht und wir kochen draußen auf dem Feuer“, erklärt der 5-jährige Milow. „Am Tag ohne Strom“ kommen die Kinder mit Taschenlampen in die Kita. „Das finden sie sehr aufregend und sie lernen sehr viel über Energie“, erklärt Erzieherin Claudia Füger. Für ihr Engagement Strom und andere Ressourcen zu sparen erhielt die Kita Kreuzbroicher Straße sowie die Hans-Christian Andersen Grundschule und die Realschule am Stadtpark am Freitagmorgen eine goldenes Thermometer von Oberbürgermeister Uwe Richrath übereicht. 43 Schulen und Kitas haben im vergangenen Schuljahr fleißig Punkte im städtischen Projekt „energieLux - Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ gesammelt. Die drei Einrichtungen haben sich besonders verdient gemacht.

Zum zehnten Mal zeichnen Stadtverwaltung und NaturGut Ophoven das Engagement für den Klima- und Ressourcenschutz aus. „Allein aufgrund ihres großen CO2-Fußabdruckes tragen Schulen im Rahmen der Energiewende eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Gleichzeitig nehmen Schulen und Kitas eine wichtige Rolle als Multiplikatoren ein, um heranwachsenden Generationen zu zukunftsfähigem Handeln auszubilden“, erklärt Uwe Richrath, Oberbürgermeister von Leverkusen.

Neben dem Strom sparen, macht sich die Kita auch viele Gedanken zum Müllvermeiden. „Wir haben eine gesunde und müllfreie Alternative zu den Quetschies gesucht“, erklärt Füger. Das süße Fruchtpüree in den weichen Plastik-Trinkbeuteln sei sehr beliebt unter Kita-Kindern und deren Eltern, so die Pädagogin. Als Alternative haben sie gemeinsam mit den Kindern Äpfeln aus dem Kita-Garten geerntet und daraus Apfelmus hergestellt. Dieser wurde in leere Marmeladengläser gefüllt, auf dem ihre Namen eingraviert waren. „Sie füllen jetzt Apfelmus in die Gläser und bringen keine Quetschies mehr mit“, so Füger.

Die Grundschule Hans-Christian Andersen in Hitdorf erhielt in diesem Jahr ein „vergoldetes Thermometer“ für ihre dreiwöchige Klima-Challenge. Neben einem „Dicken-Pullover-Tag“, an dem die Heizung runtergedreht wurde, sollten die Schülerinnen und Schüler eine eigene Klimaschutz-Aufgabe auswählen. Auf einer schulinternen Internetplattform haben sie ihre Aktionen dokumentiert. Sandro sparte Strom, indem er eine ausschaltbare Steckerleiste in seinem Zimmer installierte, Erik und Nikita drehten die Heizung zuhause herunter und zogen sich etwas wärmer an, Phil trennte alte CDs von ihrer Hülle und entsorgte sie bei der AVEA, Lilian bastelte ein „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Spiel aus Muscheln. „Durch die Klima-Challenge haben die Kinder erfahren, wie leicht es ist Verantwortung für unsere Erde zu übernehmen und mit ihren kleinen Aktionen etwas Gutes für die Umwelt zu tun“, erklärt Sandra Holtkötter, Lehrerin an der Hans-Christian Andersen Schule.

Auch die Realschule Am Stadtpark wurde geehrt. Durch die intensive Begrünung ihres Schulhofs wollen die Schülerinnen und Schüler das Stadtklima verbessern, Wärmeinseln entgegenwirken und mit Blühwiesen und Beeten zur Artenvielfalt beitragen. Außerdem liegt ihnen das Thema Mülltrennung besonders am Herzen. Die Schülerinnen und Schüler übersetzten ein Poster in acht verschiedene Sprachen um fremdsprachigen Reinigungskräften das Müllrecycling zu erklären. Außerdem sammelten sie leere Plastikstifte, Handys, Batterien und Korken um sie dem Recycling zuzuführen. Sie entsorgen das Altpapier und den Gelben Sack in den Klassen selber um die Reinigungskräfte zu entlasten.

„Durch die Aktionen zum Klimaschutz erfahren die jungen Menschen ihre Selbstwirksamkeit. Sie erkennen, dass sie die Möglichkeit haben, Dinge zu verändern und ihren eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, erklärt Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. „Oft sind diese Aktionen Anstoß auch in anderen Bereichen wie Mobilität und Konsum sensibler mit der Energie und den Ressourcen umzugehen, so die Koordinatorin des energieLux-Projektes.

Neben den Aktionen zu Energie- und Ressourcenschutz werden im Rahmen des energieLux-Projektes aber auch die Verbräuche gewertet. Im Schnitt wurden bei den diesjährigen energieLux-Schulen und Kitas 11,7 Prozent weniger Strom und 10,6 Prozent weniger Wasser als im Vorjahr gebraucht. Durch Corona-Lockdowns und Homeschooling seien die Werte jedoch nicht so einfach mit denen des Vorjahres zu vergleichen, so Demmer. Jedoch seien die Verbrauchswerte auch über einen längeren Zeitraum (2010-2021) sinkend. Beim Energieverbrauch seien es acht Prozent weniger und beim Wasser sogar 18,3 Prozent. Das Energiesparprojekt lohne sich somit auch für die Stadt. Einen Teil ihrer Einsparungen (50.000 Euro) gibt diese an die Schulen zurück. Abhängig von ihrer Größe, ihrem Engagement und den Verbräuchen erhalten die energieLux-Einrichtungen am Ende des Jahres eine Prämie.

Der Förderverein NaturGut Ophoven koordiniert das energieLux-Projekt und führt pädagogische Maßnahmen in den Schulen und Kindergärten durch. In allen Schulklassen werden beispielsweise Energiesprecher gewählt, die vom NaturGut-Team geschult werden. Sie achten darauf, dass der Müll richtig getrennt wird, dass effizient gelüftet wird und das Licht nur dann angeschaltet wird, wenn es wirklich nötig ist. So genannte E-Teams spüren gemeinsam mit dem Hausmeister Energielecks im Gebäude auf; während einer Temperaturmesswoche überprüfen die Schulen und Kindergärten, ob die Heiztemperatur 20 Grad Celsius nicht übersteigt.

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Lassen wir den Quatsch mit den Quetschies

Mit Äpfeln aus ihren eigenen Apfelbäumen hat die Kita Kreuzbroicherstraße im Sommer eine Apfelkompott-Atkion gestartet. Unter dem Motto "Mus im Glas, statt Mus im Quetschie" wollten die Erzieherinnen darauf aufmerksam machen, dass es eine gesunde, müllfreie und klimafreundliche Alternative zu den immer beliebter werdenden Quetschies gibt. Gemeinsam mit den Kindern haben sie die Äpfel geerntet, geschnitten und zu Mus verarbeitet. Jedes Kind erhielt ein leeres Marmeladenglas auf dem sein Name eingraviert war. "Diese Gläser nehmen die Kinder mit nach Hause und lassen sie immer wieder mit Obstmus füllen. So vermeiden wir viel Müll im Kindergarten", erklärt Erziehern Kripidou. Müllvermeidung und Strom sparen sind wichtige Schwerpunkte im Kindergartenalltag der energieLux-Kita. Zahlreiche Projekte sind im vergangenen Jahr umgesetzt worden. Monatlich wurde ein Tag ohne Strom durchgeführt, an dem draussen auf dem Grill Nudeln mit Tomatensoße, Pizza oder KArtoffeln mit Kräuterquark gekocht wurde. Ein Reparaturnachmittag für Kinderspielzeug wurde durchgeführt, Puppenhäuser aus Karton und anderen wertfreien Stoffen hergestellt, ein Kleiderschrank für die Kleidertauschbörse etabliert und vieles mehr. Bei jedem Projekt wurde den Kindern der Nutzen für die Umwelt und das Klima erklärt, so die energieLux-Erzieherin Füger. "Die Kinder sind stolz darauf, selbstwirksam zu sein und mitzuhelfen das Klima zu schützen".

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