Kreativwettbewerb: „Wer bastelt den tollsten wupsi-Bus? “

Meilo1

Goldene Thermometer für die fleißigsten Klimaschützer

Einmal im Monat bleibt in der Kita Kreuzbroicher Straße das Licht aus. „Dann geht auch die Spülmaschine nicht und wir kochen draußen auf dem Feuer“, erklärt der 5-jährige Milow. „Am Tag ohne Strom“ kommen die Kinder mit Taschenlampen in die Kita. „Das finden sie sehr aufregend und sie lernen sehr viel über Energie“, erklärt Erzieherin Claudia Füger. Für ihr Engagement Strom und andere Ressourcen zu sparen erhielt die Kita Kreuzbroicher Straße sowie die Hans-Christian Andersen Grundschule und die Realschule am Stadtpark am Freitagmorgen eine goldenes Thermometer von Oberbürgermeister Uwe Richrath übereicht. 43 Schulen und Kitas haben im vergangenen Schuljahr fleißig Punkte im städtischen Projekt „energieLux – Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten“ gesammelt. Die drei Einrichtungen haben sich besonders verdient gemacht.

Zum zehnten Mal zeichnen Stadtverwaltung und NaturGut Ophoven das Engagement für den Klima- und Ressourcenschutz aus. „Allein aufgrund ihres großen CO2-Fußabdruckes tragen Schulen im Rahmen der Energiewende eine besondere gesellschaftliche Verantwortung. Gleichzeitig nehmen Schulen und Kitas eine wichtige Rolle als Multiplikatoren ein, um heranwachsenden Generationen zu zukunftsfähigem Handeln auszubilden“, erklärt Uwe Richrath, Oberbürgermeister von Leverkusen.

Neben dem Strom sparen, macht sich die Kita auch viele Gedanken zum Müllvermeiden. „Wir haben eine gesunde und müllfreie Alternative zu den Quetschies gesucht“, erklärt Füger. Das süße Fruchtpüree in den weichen Plastik-Trinkbeuteln sei sehr beliebt unter Kita-Kindern und deren Eltern, so die Pädagogin. Als Alternative haben sie gemeinsam mit den Kindern Äpfeln aus dem Kita-Garten geerntet und daraus Apfelmus hergestellt. Dieser wurde in leere Marmeladengläser gefüllt, auf dem ihre Namen eingraviert waren. „Sie füllen jetzt Apfelmus in die Gläser und bringen keine Quetschies mehr mit“, so Füger.

Die Grundschule Hans-Christian Andersen in Hitdorf erhielt in diesem Jahr ein „vergoldetes Thermometer“ für ihre dreiwöchige Klima-Challenge. Neben einem „Dicken-Pullover-Tag“, an dem die Heizung runtergedreht wurde, sollten die Schülerinnen und Schüler eine eigene Klimaschutz-Aufgabe auswählen. Auf einer schulinternen Internetplattform haben sie ihre Aktionen dokumentiert. Sandro sparte Strom, indem er eine ausschaltbare Steckerleiste in seinem Zimmer installierte, Erik und Nikita drehten die Heizung zuhause herunter und zogen sich etwas wärmer an, Phil trennte alte CDs von ihrer Hülle und entsorgte sie bei der AVEA, Lilian bastelte ein „Mensch-ärgere-dich-nicht“-Spiel aus Muscheln. „Durch die Klima-Challenge haben die Kinder erfahren, wie leicht es ist Verantwortung für unsere Erde zu übernehmen und mit ihren kleinen Aktionen etwas Gutes für die Umwelt zu tun“, erklärt Sandra Holtkötter, Lehrerin an der Hans-Christian Andersen Schule.

Auch die Realschule Am Stadtpark wurde geehrt. Durch die intensive Begrünung ihres Schulhofs wollen die Schülerinnen und Schüler das Stadtklima verbessern, Wärmeinseln entgegenwirken und mit Blühwiesen und Beeten zur Artenvielfalt beitragen. Außerdem liegt ihnen das Thema Mülltrennung besonders am Herzen. Die Schülerinnen und Schüler übersetzten ein Poster in acht verschiedene Sprachen um fremdsprachigen Reinigungskräften das Müllrecycling zu erklären. Außerdem sammelten sie leere Plastikstifte, Handys, Batterien und Korken um sie dem Recycling zuzuführen. Sie entsorgen das Altpapier und den Gelben Sack in den Klassen selber um die Reinigungskräfte zu entlasten.

„Durch die Aktionen zum Klimaschutz erfahren die jungen Menschen ihre Selbstwirksamkeit. Sie erkennen, dass sie die Möglichkeit haben, Dinge zu verändern und ihren eigenen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten“, erklärt Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. „Oft sind diese Aktionen Anstoß auch in anderen Bereichen wie Mobilität und Konsum sensibler mit der Energie und den Ressourcen umzugehen, so die Koordinatorin des energieLux-Projektes.

Neben den Aktionen zu Energie- und Ressourcenschutz werden im Rahmen des energieLux-Projektes aber auch die Verbräuche gewertet. Im Schnitt wurden bei den diesjährigen energieLux-Schulen und Kitas 11,7 Prozent weniger Strom und 10,6 Prozent weniger Wasser als im Vorjahr gebraucht. Durch Corona-Lockdowns und Homeschooling seien die Werte jedoch nicht so einfach mit denen des Vorjahres zu vergleichen, so Demmer. Jedoch seien die Verbrauchswerte auch über einen längeren Zeitraum (2010-2021) sinkend. Beim Energieverbrauch seien es acht Prozent weniger und beim Wasser sogar 18,3 Prozent. Das Energiesparprojekt lohne sich somit auch für die Stadt. Einen Teil ihrer Einsparungen (50.000 Euro) gibt diese an die Schulen zurück. Abhängig von ihrer Größe, ihrem Engagement und den Verbräuchen erhalten die energieLux-Einrichtungen am Ende des Jahres eine Prämie.

Der Förderverein NaturGut Ophoven koordiniert das energieLux-Projekt und führt pädagogische Maßnahmen in den Schulen und Kindergärten durch. In allen Schulklassen werden beispielsweise Energiesprecher gewählt, die vom NaturGut-Team geschult werden. Sie achten darauf, dass der Müll richtig getrennt wird, dass effizient gelüftet wird und das Licht nur dann angeschaltet wird, wenn es wirklich nötig ist. So genannte E-Teams spüren gemeinsam mit dem Hausmeister Energielecks im Gebäude auf; während einer Temperaturmesswoche überprüfen die Schulen und Kindergärten, ob die Heiztemperatur 20 Grad Celsius nicht übersteigt.

Quetschie-ist-Quatsch

Lassen wir den Quatsch mit den Quetschies

Mit Äpfeln aus ihren eigenen Apfelbäumen hat die Kita Kreuzbroicherstraße im Sommer eine Apfelkompott-Atkion gestartet. Unter dem Motto “Mus im Glas, statt Mus im Quetschie” wollten die Erzieherinnen darauf aufmerksam machen, dass es eine gesunde, müllfreie und klimafreundliche Alternative zu den immer beliebter werdenden Quetschies gibt. Gemeinsam mit den Kindern haben sie die Äpfel geerntet, geschnitten und zu Mus verarbeitet. Jedes Kind erhielt ein leeres Marmeladenglas auf dem sein Name eingraviert war. “Diese Gläser nehmen die Kinder mit nach Hause und lassen sie immer wieder mit Obstmus füllen. So vermeiden wir viel Müll im Kindergarten”, erklärt Erziehern Kripidou. Müllvermeidung und Strom sparen sind wichtige Schwerpunkte im Kindergartenalltag der energieLux-Kita. Zahlreiche Projekte sind im vergangenen Jahr umgesetzt worden. Monatlich wurde ein Tag ohne Strom durchgeführt, an dem draussen auf dem Grill Nudeln mit Tomatensoße, Pizza oder KArtoffeln mit Kräuterquark gekocht wurde. Ein Reparaturnachmittag für Kinderspielzeug wurde durchgeführt, Puppenhäuser aus Karton und anderen wertfreien Stoffen hergestellt, ein Kleiderschrank für die Kleidertauschbörse etabliert und vieles mehr. Bei jedem Projekt wurde den Kindern der Nutzen für die Umwelt und das Klima erklärt, so die energieLux-Erzieherin Füger. “Die Kinder sind stolz darauf, selbstwirksam zu sein und mitzuhelfen das Klima zu schützen”.

Planwerkstatt

Klimagerechte Mobilität in Leverkusen – Geht das?

Einen Marktplatz mit Grünflächen, vielen Bäumen und Sitzgelegenheiten dazu Ladestationen für E-Autos und E-Fahrräder, so wünschen sich die Schüler*innen des Landrat-Lucas-Gymnasiums den großen Platz vor ihrer Schule. „So umgestaltet würde sich die Innenstadt im Sommer nicht so aufheizen und bei Starkregen viel Wasser speichern können“, erklärt die 17-jährige Kybra. „Außerdem soll es temporäre Bring- und Abholzonen für Eltern geben, deren Kinder aufs Landrat-Lucas oder die Herzogschule gehen.“ Die fehlenden Parkplätze wollen die Schüler*innen durch Parkhäuser in der neuen Bahnstadt ersetzen. „Die Leverkusener sollen auf Fahrräder und ÖPNV umsteigen“, so die Vision der 17-jährigen.

Rund 50 Leverkusener Schüler*innen der Realschule am Stadtpark, der Gesamtschule Schlebusch und des Landrat-Lucas-Gymnasiums stellten den Verkehrsexperten der Stadt, dem ADFC und der wupsi im Ratssaal ihre Ideen vor. Im Rahmen der Planwerkstatt „Jugend in Bewegung“ hatten sich die Schüler*innen mit der Frage beschäftig: Was macht unsere Schulumgebung sicher und klimafreundlicher. „Als Stadt wollen wir Motor der Verkehrswende sein“, erklärte Bernhard Marewski, Bürgermeister der Stadt Leverkusen. „Erfolgreich umsetzen lässt sich die Verkehrswende aber nur zusammen im Dialog. Wir freuen uns daher sehr auf die Anregungen und Ideen der Schülerinnen und Schüler. Die Ergebnisse der Planwerkstatt werden in die weiteren Konzepte einfließen.“

Unterstützt wurden die Schüler*innen von Mitarbeiterinnen des NaturGut Ophoven, die die Planwerkstatt im Rahmen des städtischen Klimaschutzprojektes energieLux, vorbereitet hatten. „Uns war es wichtig, dass die Jugendlichen einen Einblick in eine klimafreundliche Stadtplanung bekommen“, erklärt Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. „Im ersten Modul stellten wir den Jugendlichen Maßnahmen vor, die Städte wie Utrecht, Paris und Kopenhagen ergriffen haben, um ihre Stadt klimafreundlicher und auch lebenswerter zu gestalten“, erklärte Tamara Dey, Koordinatorin des Projektes. Mit diesen Informationen sollten die Schüler*innen anschließend ihren eigenen Schulweg untersuchen.

Gefunden haben sie einiges: Am Forum wünschten sich die Jugendlichen einen baulich abgetrennten Fahrradweg um sicher vor den Autos zu sein, in Schlebusch empfohlen die Jugendlichen ein zusammenhängendes Fahrradwegenetz. „Ganz häufig enden die Fahrradwege plötzlich auf der Straße, meistens an Stellen, wo die Fahrbahn ohnehin sehr eng ist“, erklärte der 18-jährige Jasper von der Gesamtschule Schlebusch. Über vierzig Ideen kamen zusammen, die sie mit Leverkusener Verkehrsexperten wie Reinhard Schmitz, Fachbereich Tiefbau der Stadt Leverkusen, Christian Syring, Mobilitätsmanager der Stadt Leverkusen, Kristin Menzel von der wupsi und Kurt Krefft vom ADFC diskutierten.

Anschließend stimmten die Jugendlichen im Ratssaal über eine Prioritätenliste ab. „Diese wird der Stadt übergeben, gemeinsam mit allen anderen Verbesserungsvorschlägen“, erklärte Britta Demmer. Kurt Krefft vom ADFC will dafür Sorge tragen, dass die Wünsche, insbesondere in Bezug auf die Sicherheit der Jugendlichen auch umgesetzt werden. Alle Experten fanden die konkreten Ideen der Schüler*innen beachtenswert. Besonders die zukunftsgerichtete Umgestaltung des Marktplatzes in Opladen traf auf große Zustimmung. Reinhard Schmitz erklärte, dass eine solche Maßnahme helfe, sich an den Klimawandel anzupassen. „Wir müssen uns auf zunehmenden Extremwetterereignisse einstellen“, erklärte der Leiter des Tiefbauamtes. Blicke über den Tellerrand seien da angebracht.

Hintergrund: energieLux – Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten
Die Planwerkstatt „Jugend in Bewegung“ findet im Rahmen des Projektes „energieLux– Klimaschutz in Leverkusener Schulen und Kindergärten“ statt. Über 50 Einrichtungen beteiligen sich an dem städtischen Projekt, das vom NaturGut Ophoven koordiniert wird. Durch Schulungen, pädagogische Programme und Aktionen zum Energie- und Ressourcenschutz tragen die Einrichtungen zum Klimaschutz bei. Weitere Informationen unter www.energieLux.de

Mehmet-und-Alessia

Von PET-Flaschen zum Trinkbrunnen

Die Umwelt AG des Landrat-Lucas-Gymnasiums organisiert eine nachhaltige Trinkversorgung in der Schule. Pro Jahr fallen in Deutschland so viele Plastikflaschen an, dass sie übereinander gestellt beinahe 15 Mal von der Erde bis zum Mond reichen würden. So viel Müll muss nicht sein, haben sich die Schüler*innen des Landrat-Lucas-Gymnasiums gedacht. Sie wollen an ihrer Schule Plastikmüll so gut es geht vermeiden und sammeln deshalb bereits seit sechs Jahren PET-Trinkflaschen, die ansonsten im normalen Müll oder auf dem Boden landen. Durch den Pfanderlös konnte der zweite Wasserbrunnen für die Schule angeschafft werden, erklärt Anja Mahlke, die Leiterin der Umwelt AG. Die Freiwilligen der AG haben das Projekt koordiniert und zwei verschließbare Metallkäfige von 80 mal 80 Zentimeter angefertigt, um die Flaschen zu sammeln.

Mit dem Erlös aus dem Pfand und einem Zuschuss vom Spendenlauf haben wir vor drei Jahren den ersten Wassersprudler finanziert, erklärt Arya aus der 9 Klasse. Seit Schuljahrbeginn gibt es einen zweiten für die Unterstufe. Der wird sehr gut genutzt, weil der Sommer so heiß war.

Seit Anschaffung der Trinkbrunnen konnten bereits rund 20.250 PET Flaschen eingespart werden, hat Anja Mahlke, Leiterin der Umwelt AG ausgerechnet. Die Schülerinnen und Schüler füllen ihre eigenen Trinkflaschen immer wieder auf. Damit sparen sie Geld und schützen die Umwelt. Die Sammlung der PET-Flaschen läuft parallel weiter. Durch den Pfanderlös werden laufende Kosten des Wasserspenders finanziert, wie der Ersatz der CO2-Kartuschen, ergänzt Arya.

Die Idee zu dem Projekt wurde in Schweden geboren. Schüler*innen des Landrat-Lucas Gymnasiums hatten bei einem ERASMUS-Austausch 2015 ein ähnliches Projekt an einer schwedischen Partnerschule entdeckt und beschlossen dies an ihrer Schule einzuführen. Planung und Umsetzung haben drei Jahre gedauert, erklärt Anja Mahlke. Viele bauliche und Sicherheitsaspekte mussten berücksichtigt werden. Seit 2019 läuft das Projekt inzwischen. Projekte wie der Wassersprudler sind aufwändig, aber sehr wichtig für die Jugendlichen, so Britta Demmer vom NaturGut Ophoven. Menschen lernen am besten, wenn sie beteiligt sind, selber handeln und Erfahrungen sammeln können.

Das Landrat-Lucas-Gymnasium ist eines von 50 Einrichtungen, das am städtischen Projekt energieLux – Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten teilnimmt, das vom NaturGut Ophoven koordiniert wird. Ziel ist es, Energie- und Ressourcensparen in den Schulalltag zu integrieren.

Weitere Ideen, die Schule umweltfreundlicher zu gestalten, haben die Schüler*innen viele. Vor kurzem ging eine schulinterne digitale Plattform an den Start, auf der genutzte Bücher, Taschenrechner und andere Dinge verkauft werden können. Dadurch muss weniger neu produziert werden und es werden Ressourcen gespart, so Loris. Es gebe noch viel Potential den Schulalltag klimafreundlicher zu gestalten, da sind sich die Schüler*innen einig. Zum Beispiel sollten die Schulwege sicherer werden, wünscht sich Mitschülerin Inga. Mit der Bahntrasse ist schon einiges erreicht worden, aber das kann nur der Anfang sein. Mehmet aus der zehnten Klasse bewegt das Thema Plastik. Im Alltag könne noch sehr viel mehr darauf verzichtet werden, es gibt viele gute Alternativen, erklärt er.

Als besonderes Highlight werden AG-Teilnehmende und MINT-interessierte Schüler*innen im November am Schülerkongress am Forschungszentrum Jülich dabei sein. Unter dem Titel „Gemeinsam für eine nachhaltige Zukunft – Schwerpunkt Energie“ erhalten sie Einblick in die aktuelle Forschung und nehmen an Diskussionsforen teil.

Klimameilen

Mehr als 25.000 Klimameilen aus Leverkusen

Die wupsi und das NaturGut Ophoven ehren junge Klimaschützende: Von April bis Ende Oktober sammelten Leverkusener Schulkinder wieder Klimameilen. Durch neun städtische Kindergärten und acht Schulen kamen mehr als 25.000 Klimameilen zusammen. Jeder Weg, der zu Fuß, mit dem Roller, dem Fahrrad oder mit dem Bus zurückgelegt wurde, zählte symbolisch für eine grüne Meile. wupsi-Geschäftsführer Marc Kretkowski ehrte mit Lars Dietrich, stellvertretender Leiter des NaturGut Ophoven, die fleißigen Meilensammelnden am Donnerstagmorgen auf dem Betriebshof des Busunternehmens mit einer Urkunde und einer Führung über das Betriebsgelände.

Zusammen mit den grünen Meilen aus anderen europäischen Städten werden die Leverkusener Meilen mit Wünschen und Forderungen der Kinder auf der UN-Klimakonferenz in Sharm El Sheikh zwischen dem 6. und 18. November an die Teilnehmenden aus der Politik überreicht. Als Zeichen, dass sich die Kleinsten aktiv für das Klima und ihre Zukunft einsetzen.

Mobil sein ist sehr wichtig in unserem Leben, aber es muss nicht immer mit dem Auto sein, erklärte Marc Kretkowski den Kindern. Zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem öffentlichen Nahverkehr sei man viel klimafreundlicher unterwegs. Die wupsi arbeite intensiv daran, den Nahverkehr in Leverkusen so klimafreundlich und attraktiv wie möglich zu gestalten. Immer mehr Busse der wupsi werden in Zukunft auf Öko-Strom umgestellt und fahren dadurch umweltschützender.

Im Rahmen der Klimameilen-Aktion werden nicht nur grüne Meilen für klimafreundliche Mobilität gesammelt. Wer weniger Fleisch isst oder Strom spart, klebt sich rote oder blaue Sticker ins Sammelheftchen. Klimaschutz betrifft alle Bereiche unseres Lebens, erklärt Lars Dietrich. Mit der Aktion kann das spielerisch geübt werden und die Kinder bekommen ein Gefühl für die Notwendigkeit des gemeinsamen Handelns, so der stellvertretende Leiter des NaturGut Ophoven. Alle Einrichtungen engagieren sich seit vielen Jahren für den Klimaschutz. Sie nehmen teil am städtischen Projekt energieLux – Klimaschutz an Leverkusener Schulen und Kindergärten, das vom NaturGut Ophoven koordiniert wird.

In diesem Jahr hat die GGS Opladen mit 5297 grünen Meilen am fleißigsten gesammelt. An der Hans-Christian-Andersen-Schule, der KGS St. Stephanus, der GGS Erich Klausener, der GGS In der Wasserkuhl, der Montanus Realschule, der GGS Kerschensteinerstraße und der GGS Am Friedenspark sind ebenfalls weniger mit dem Auto in die Schule gebracht worden. Die Kinder der städtischen Kitas Sandstraße, Hans-Schlehan-Straße, Reuschenbergerstraße, Theodor-Heuss-Ring 62, Pregelstraße, Engelbertstraße, Oulustraße, Heinrich Lübke Straße und Wuppertalstraße haben auch viel zu den Klimameilen beigetragen.

Hintergrund: Seit 2002 sammeln Kindergarten- und Schulkinder in aller Welt grüne Meilen für das Weltklima. Leverkusen ist 2022 das 14. Mal dabei.

Misty-Worm

Müll-Experiment für Kitas

Wir suchen für ein längerfristiges Experiment zum Thema „Müll” Leverkusener Kindergärten, die teilnehmen wollen. In dem Experiment begleiten wir den Regenwurm Misti, der seltsamen Müll auf der Erde gefunden hat. Dabei bauen wir einen kleinen Eimerkompost und beobachten was mit dem Müll passiert. Ist wirklich alles Müll und wenn, wie müssen wir ihn richtig entsorgen? Natürlich gibt es viel Unterstützung und energieLux-Punkte für die Durchführung. Bei Interesse bitte melden bei tamara.dey@naturgut-ophoven.de.

energieLux-Kurse im Kindergarten
Leverkusener energieLux Kindergärten können sich gerne wieder zu den kostenfreien Kursen „Energieforscher“, „Energierundgang“, „Müllvermeiden“ und „Papier- das Geheimzeichen Blauer Engel“ anmelden.  Die Kurse dauern ca. eine halbe Stunde und finden im Kindergarten statt. Anmeldung bei tamara.dey@naturgut-ophoven.de.
Auf unserer Homepage www.energielux.de/kindergarten/kurse/ finden Sie weitere kostenfreie Kurse für energieLux-Kindergärten. Sie dauern zwei Stunden und finden auf dem NaturGut Ophoven statt.

Müllfreie-Tage-Gezelinschule

Müllfreies Frühstück an der Gezelinschule

Drei Tage haben die Lehrer*innen der Gezelinschule den Verpackungsmüll der Schüler*innen heimlich gesammelt und aufbewahrt. Denn den Kindern sollten nach drei Tagen „Müllfreies Frühstück” bewusst gemacht werden, wie viel Müll tatsächlich eingespart wird, wenn tatsächlich auf Verpackung verzichtet wird. Die Schüler*innen waren überrascht, wie groß die Menge war. Außerdem haben sie in dieser Menge noch einiges an Müll gefunden, der nicht in den gelben Sack gehört. Das haben die Energiesprecherinnen und Energiesprecher zum Anlass genommen im Schülerrat noch einmal auf die richtige Mülltrennung hinzuweisen.

Gelber-Sack

Probephase mit gelben Containern

Wohngebäude mit mehr als 12 Personen haben seit diesem Jahr in Leverkusen die Möglichkeit, einen gelben Container anstelle von gelben Säcken zu erhalten. Ob das für Schulen, Kitas und Verwaltungsgebäude auch Sinn macht, da häufig die Lagerung der gelben Säcke Probleme bereitet, soll im Rahmen des energieLux-Projekts ausprobiert werden. In der Hans-Christian-Andersen Schule, der Theodor-Wupperman-Schule und dem Verwaltungsgebäude Miselohestraße wird getestet, ob auch hier ein Container die Mülltrennung besser unterstützen kann. Gemeinsam mit dem Umweltamt und der REVEA, die für die Einsammlung des Verpackungsmülls zuständig ist, wurde eine Probephase für sechs Monate verabredet.

Plastik-im-Meer

Kita: Plastik im Meer

Die Kita Heinrich-Lübke-Straße hat sich intensiv mit dem Thema Müll beschäftigt. Auch das Thema „Plastik im Meer” interessierte viele Kinder. So hat sich die Kita eine nette Rahmengeschichte ausgedacht, die vielleicht zum Nachahmen anregt:

„Als wir eines Tages in den Kindergarten kamen, waren die Fische aus unseren Wassersäulen nicht mehr da. Darüber haben wir uns sehr gewundert. Roswita (Fischhandpuppe) hat uns erzählt, dass die
Fische zu den Korallenriffen geschwommen sind, um dort Urlaub zu machen. Nach einigen Tagen haben wir eine Postkarte erhalten. Das hat uns sehr gefreut. Roswita hat uns die Postkarte vorgelesen.
Leider hatten unsere Fische keinen schönen Urlaub. Sie haben uns berichtet, dass sie an vielen Korallenriffen vorbei geschwommen sind, die krank waren und dass sie sehr viel Müll im Meer gefunden
haben. Wir haben danach gleich recherchiert und uns Bilder vom vielen Müll und den kranken Korallen angeschaut. Roswita hat uns erklärt, woher der Müll im Meer kommt und was wir hier im Kindergarten
tun können, um den Tieren im Wasser zu helfen.
Roswita hat auch immer aufgepasst und uns gelobt, wenn wir den Müll im Kindergarten richtig getrennt haben. Unsere Fische sind jetzt wieder in den Wassersäulen und haben auf dem Rückweg zwei Bücher für uns ausgeliehen, damit wir ihnen noch besser helfen können, die Meere sauber zu halten”.

Die Bücher zum „Plastik im Meer” können ausgeliehen werden. Mail an: britta.demmer@naturgut-ophoven.de. Sie werden dann über die Stadtpost ausgeliefert.

energielux

energieLux
c/o Förderverein NaturGut Ophoven e.V.
Talstraße 4
51379 Leverkusen
+49 (0)2171 / 73 499 44
Kontakt

footerlogos

© 2020 energieLux

Impressum   |   Datenschutz   |   Kontakt